Ein Film von Jan Schmidt-Garre
Dokumentation | 2010 | 60 min.
Frédéric Chopin (1810 — 1949) hat nie eine Oper komponiert, hielt sie aber für die höchste Kunstform. Sie beeinflusste seine Klaviermusik, ihre Koloraturen spiegeln sich in den Läufen, Trillern und Kadenzen seiner Werke wider. — Der Film zeigt den Komponisten von einer unbekannten Seite: als leidenschaftlichen Operngänger, Verehrer großer Sängerinnen und Verfechter einer Ästhetik des Belcanto. Die Oper war für Frédéric Chopin (1810 — 1949) die höchste Kunstform, auch wenn er selbst nie daran dachte, für die Bühne zu schreiben. Seine Zeitgenossen Bellini, Donizetti und Rossini bedeuteten ihm mehr als Beethoven, Liszt und Schumann. Sie beeinflussten seine Klaviermusik, ihre Koloraturen spiegeln sich in deren Läufen, Trillern und Kadenzen. Chopin bewunderte die große Belcanto-Sängerin Giuditta Pasta, war mit Bellini befreundet und hatte eine Beziehung zu Pauline Viardot, der Tochter des Tenors Manuel Garcia und Schwester der legendären Maria Malibran. Als Pianistin und Komponistin bearbeitete Pauline Viardot Chopins Mazurken für Gesang und Klavier.
Erstausstrahlung am 20.02.2010 3sat